Festhypothek oder SARON — was ist besser?

Die Wahl zwischen Festhypothek und SARON ist eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen beim Immobilienkauf. Beide Modelle haben klare Vor- und Nachteile.

Festhypothek: Planungssicherheit

Bei einer Festhypothek wird der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fixiert — typischerweise 2, 3, 5, 7 oder 10 Jahre. Sie wissen von Anfang an, wie hoch Ihre monatliche Belastung ist. Der Nachteil: Festhypotheken sind aktuell teurer als SARON-Hypotheken. Eine 10-jährige Festhypothek liegt 2026 bei rund 1,5–1,8 %, während der SARON-Satz bei unter 1 % liegt.

SARON-Hypothek: Tiefere Kosten, mehr Risiko

Die SARON-Hypothek (Swiss Average Rate Overnight) basiert auf dem kurzfristigen Referenzzinssatz der SNB. Der Zinssatz wird periodisch angepasst — meist alle 1 oder 3 Monate. Aktuell ist der SARON-Satz bei rund 0,4 %, was die SARON-Hypothek deutlich günstiger macht. Das Risiko: Steigt der Leitzins, steigt auch Ihre Hypothekenrate — und das kann schnell gehen.

Das aktuelle Zinsumfeld

Die SNB hat den Leitzins 2025 auf 0 % gesenkt. Die Zinsen sind historisch tief. In diesem Umfeld profitieren SARON-Nehmer stark. Aber: Die Zinsen können auch wieder steigen. Wer 2022 eine SARON-Hypothek hatte, musste innerhalb eines Jahres einen Zinsanstieg von 0 % auf 1,75 % verkraften.

Wann welches Modell?

SARON eignet sich für risikofähige Personen mit Reserven, die kurzfristige Zinsschwankungen verkraften können. Festhypothek ist ideal für Familien mit knappem Budget, die Planungssicherheit brauchen. Ein Mix aus beiden (z.B. 50 % fest, 50 % SARON) ist eine beliebte Strategie zur Risikodiversifikation.

Fazit

Es gibt kein pauschal besseres Modell. Entscheidend sind Ihre Risikofähigkeit, der Zeithorizont und das Zinsumfeld. Nutzen Sie unseren Hypothekenrechner, um beide Varianten mit aktuellen Zinsen durchzurechnen.

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